Fußballfest mit 320 jungen Kickern

Schwarzenbek. Exakt 32 Mannschaften, genauso viele wie bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika an den Start gehen werden, hatten sich auch für die Premiere des F-Jugendturniers am Nikolaus-Wochenende qualifiziert.
     
Schwarzenbek: Nikolausturnier
Foto: Monika Retzlaff
Matthias „Matze“ Krüger, Trainer der „Schwarzenbeker Tiger“ schwört seine Jungs zu Tunierbeginn ein: „Volle Konzentration! Wir haben sechs Spiele und wollen sechs Siege. Wir wollen den Pokal!“ Am Ende reichte es zu Platz 17. Krüger: „Kein Problem, Hauptsache die Kinder haben dabei Spaß.“
„Schwarzenbek. Ein Wintermärchen“ hätte der Intersport-Cup, immerhin das größte Hallen-Fußballturnier für F-Jugendspieler in Schleswig-Holstein, in Erinnerung an die WM 2006 in Deutschland auch heißen können.
320 Spieler im Alter von sieben und acht Jahren, 100 Betreuer und mehr als 500 Zuschauer genossen das Fußballfest in den Sporthallen Buschkoppel und des Gymnasiums. Zu den Klängen der Müssener Marschband waren die Teams am Sonnabendmorgen in die Sporthalle eingezogen, darunter der FC St. Pauli, FC Hansa Rostock, die Reinickendorfer Füchse, Hannover 96, Fortuna Düsseldorf und Mannschaften aus Dänemark und Österreich. Auf den Rängen fieberten die Eltern, Geschwister, Großeltern und viele Schwarzenbeker um Punkte und Tore mit, schwenkten Vereinsfahnen und filmten den Einsatz ihrer Sprösslinge.
Der FC St. Pauli und der FC Düren Niederau standen sich in der Eröffnungspartie gegenüber. Das temporeiche Spiel entschieden die Hamburger schnell für sich und konnten sich über den 3:0 – Sieg zum Turnierbeginn freuen. Für die Schwarzenbeker lief es nicht ganz so gut. Sie kassierten im ersten Spiel gegen den SSV Hagen ein Tor und damit war ihr Ziel, nur mit Siegen durch die Vorrunde zu kommen, passé.
144 Spiele wurden an beiden Turntagen in den zwei Dreifeldhallen an der Buschkoppel im Zehn-Minuten-Takt angepfiffen. Ein straffes Programm nicht nur für die Kicker, sondern auch für die sieben Schiedsrichter aus Schwarzenbek, Breitenfelde, Trittau und Berlin, sowie für die Trainer, Betreuer und die Turnierleitung. „Ich bin jetzt schon fix und fertig“, stöhnte Organisator Norbert Frantzen vom Breitenfelder SV schon am Mittag schmunzelnd. Doch nach dem Abpfiff des letzten Spiels war der Sonnabend noch lange nicht gelaufen. Am Abend begann die Disco in der Sporthalle und die Mädchen des TSV Schwarzenbek unterhielten die kleinen Kicker und ihre Fans mit Jazzdance. Zwischendurch tat die Stärkung gut, die Michael Schaper, Inhaber der Fleischerei Schmidt, auftischte: 600 Portionen Putengeschnetzeltes mit Reis oder Spätzle. Erst am späten Abend ging es per Bus in die „Mannschaftshotels“: Jugendherbergen in Mölln, Ratzeburg und Geesthacht. Auch in den Schwarzenbeker Hotels, in Breitenfelde und sowie in der Turnhalle der Realschule hatten einige Teams ihr Nachtlager aufgeschlagen.
Am Sonntagmorgen wurden um 9 Uhr die Spiele fortgesetzt, bevor es am Nachmittag zum spannenden Finale kam: Erst im Elfmeterschießen setzte sich Fortuna Düsseldorf im Spiel um Platz 3 gegen Hannover 96 durch. Auch im Finale stand es nach zwölf Minuten noch 0:0, bevor sich der Lichterfelder FC aus Berlin mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen Arminia Bielefeld durchsetzte. Fünfter wurde der TSV Glinde, auf dem siebten Platz landete Barsbüttel.

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